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Stärkere Lobby für noch bessere Versorgungsqualität

VERÖFFENTLICHT:

Bundesverband Geriatrie begrüßt das 400. Mitglied

Der Bundesverband Geriatrie hat jetzt 400 Mitglieder. „Damit gibt es 400 Kliniken für Geriatrie an Krankenhäusern und geriatrische Rehabilitationskliniken, die sich freiwillig verpflichten, die Qualitätsvorgaben des Verbandes zu erfüllen“, unterstreicht Geschäftsführer Dirk van den Heuvel.

Freiwillige Qualitätsüberprüfung

Denn alle Mitglieder müssen vor der Aufnahme einen rund 25-seitigen Selbstbewertungsbogen ausfüllen und ihre Versorgungskonzepte nachweisen, die anschließend im Rahmen einer Begehung vor Ort überprüft werden. Deshalb kann die Mitgliedschaft im Bundesverband Geriatrie als Qualitätsmerkmal bewertet werden – erst recht, da der Verband auch seine Bestandsmitglieder in gewissen Abständen erneut begutachtet. „Wir kennen keinen freiwilligen Verband im deutschen Gesundheitswesen, der ein vergleichbares System der internen Qualitätsüberprüfung betreibt“, betont van den Heuvel.

Mehr qualitätsorientierte Geriatrie im Verband bedeutet zugleich eine stärkere Lobby für die bedarfsgerechte Versorgung der betagten und hochbetagten Menschen. „Wenn diese Patientengruppe gemäß ihres spezifischen altersmedizinischen Versorgungsbedarfs behandelt wird, kommt dies dem multimorbiden, zumeist besonders gebrechlichem und in seinen ADL-Fähigkeiten eingeschränkten Menschen unmittelbar zugute“, so van den Heuvel. „Zudem entlastet dies gleichzeitig die GKV-Versichertengemeinschaft und die Pflegeversicherung, da z. B. erneute Krankenhausaufenthalte verhindert werden können und Pflegebedürftigkeit verringert oder herausgezögert wird.“ Somit wird gute und vor allem sachgerechte medizinische Versorgung hochaltriger Menschen und deren Lebensqualität spürbar verbessert. Zugleich profitieren die Sozialversicherungssysteme. Diese „Win-win-Situation“ ist im Gesundheitswesen selten und gerade in Zeiten mit hohem wirtschaftlichem Druck im Versorgungssystem von besonderer Bedeutung.

Weiterer Ausbau der geriatrischen Versorgung wirtschaftlichen geboten

Trotz dieses Mehrwertes ist Lobbyarbeit für die Altersmedizin in Deutschland noch dringend geboten. So gibt es immer noch Regionen in einzelnen Bundesländern, in denen kein abgestuftes Versorgungssystem für betagte und hochbetagte Menschen existiert bzw. lange Wartezeiten für einzelne Versorgungsangebote wie z. B. für die geriatrische Rehabilitation bestehen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ein Umstand, der kaum zu glauben ist und dringenden politischen Handlungsbedarf offenbart – wenn man die Babyboomer-Generation in den kommenden Jahren bedarfsgerecht und zudem wirtschaftlich versorgen will.

„Unsere Mitglieder sind also in mehrfacher Hinsicht aktiv: als hochprofessionelle geriatrische Einrichtungen, als Lobby für die angemessene Versorgung geriatrischer Patientinnen und Patienten sowie als Mitwirkende bei der Lösung gesundheitsökonomischer Herausforderungen“, resümiert van den Heuvel. „Wir ermutigen weitere Einrichtungen, diese Arbeit durch ihren Beitritt ebenfalls zu unterstützen.“

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