Der 1. Senat des Bundessozialgerichts (BSG) hat in seiner Entscheidung vom 19.12.2017 unter anderem Anforderungen an die gesamte Durchführung der Teambesprechung sowie deren Dokumentation im Rahmen der Geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung nach OPS 8-550 formuliert. Zudem wurde entschieden, dass die Krankenkassen Recht auf Einsichtnahme in die Behandlungsunterlagen des Patienten während eines Rechtsstreits haben.

In Übereinstimmung mit dem Wortlaut des OPS 8-550 fordert das BSG die Beteiligung aller Berufsgruppen an der Teambesprechung. Die vom BSG neu definierten überbordenden Dokumentationsanforderungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Abrechenbarkeit der in den Einrichtungen durchgeführten geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlungen.

Insbesondere das in Folge des Urteils von einigen Kassen gezeigte rückwirkende Prüfungsverlagen ist – auch wenn es grundsätzlich rechtlich zulässig sein sollte – im Hinblick auf die bislang von den Kassen und ihrer Prüfdienste geforderten und gebilligten Dokumentationsformen zurückzuweisen.

Der Bundesverband Geriatrie, die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie (DGGG) haben zu den Ausführungen des BSG Stellung genommen.

Die Stellungnahme finden Sie hier.