Gastvortrag der Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler/Aktuelle Gesetzesvorhaben und Reformen im Fokus/Neuauflage des Weißbuchs Geriatrie erscheint im Frühjahr 2016

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie e.V. am 1. und 2. Dezember in Mainz berieten die Vertreter von mehr als 250 Mitglieds-einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet über den Ausbau der geriatrischen Versorgungsstrukturen, deren politisch-rechtliche Rahmenbedingungen und Fragen zur Finanzierung geriatrischer Einrichtungen und Leistungen.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, hielt anlässlich der Mitgliederversammlung einen Gastvortrag und zeichnete in diesem Rahmen Prof. Dr. Ines Himmelsbach mit dem Wilhelm-Woort-Förderpreis aus. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis der Wilhelm-Woort-Stiftung richtet sich an Wissenschaftler, die ein herausragendes Forschungsprojekt in der anwendungs-orientierten Alternsforschung durchführen.    

In ihrem Vortrag ging Bätzing-Lichtenthäler insbesondere auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und die Notwendigkeit einer flächendeckenden geriatrischen Versorgungslandschaft ein. Zudem stellte sie die zunehmende Bedeutung der Versorgung betagter und hochbetagter Patienten heraus: „Der Landesregierung ist die Weiter-entwicklung der Altersmedizin ein zentrales Anliegen, um älteren Menschen einen bestmöglichen Gesundheitszustand zu verschaffen und damit zur Verbesserung ihrer Lebensqualität und Selbstbestimmung beizutragen. So hat das rheinland-pfälzische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie mit den Partnern im Gesundheitswesen das Geriatriekonzept aus dem Jahr 2009 überarbeitet und die stationären geriatrischen Versorgungsstrukturen schrittweise weiterentwickelt. Nach fünf Jahren der Umsetzung haben wir die Geriatrie heute an mehr als 20 Standorten im Land mit über 1.000 ausgewiesenen Betten in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken etabliert. Damit ist die Geriatrie in Rheinland-Pfalz sehr gut in der Fläche ausgebaut und das ist ein großer Erfolg", so Bätzing-Lichtenthäler.

Ansgar Veer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Geriatrie, dankte der Ministerin für ihren Vortrag und ihr Engagement beim Ausbau geriatrischer Versorgungsstrukturen in Rheinland-Pfalz. Dabei erinnerte er an die aktuellen Gesetzesentwicklungen auf Bundesebene und die besonderen Herausforderungen für die Geriatrie: „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels erfordert eine bedarfsgerechte altersmedizinische Versorgung einen kontinuierlichen Kapazitätsausbau der fachspezifischen Versorgungskapazitäten der Geriatrie in Krankenhäusern wie auch in Rehabilitationseinrichtungen. In diesem Kontext muss insbesondere die spätere Umsetzung des Krankenhausstrukturgesetzes von den Bundesländern entsprechend begleitet werden“, so Veer.   

Darüber hinaus wurden im Rahmen der Jahrestagung die Inhalte einer Neuauflage des „Weißbuchs Geriatrie“ vorgestellt. Dieses wird im Frühjahr 2016 erscheinen und sich den aktuellen geriatrischen Versorgungsstrukturen und ihrem notwendigen zukünftigen Ausbau widmen.

Neben zentralen Fragen der Qualitätssicherung und laufenden Projekten zur Weiterentwicklung der Aktivierend-therapeutischen Pflege in der Geriatrie stand auch die Neuaufnahme von Einrichtungen in den Verband auf der Tagesordnung. So entschied die Mitgliederversammlung positiv über fast 30 Anträge auf Neuaufnahme. „Die hohe Zahl an Neuaufnahmeanträgen und die engagierte Teilnahme unserer Mitgliedseinrichtungen an der jährlichen Jahreshauptversammlung belegen, welch hohe Bedeutung die geriatrischen Einrichtungen der qualitativen Weiterentwicklung der Versorgung ihrer Patienten beimessen“, fasste Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geriatrie, die Beratungen zusammen.

Download IconDownload PM: 25. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Geriatrie tagte in Mainz – mehr als 250 Experten aus den fachspezifischen Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen berieten über Weiterentwicklung und Qualitätssicherung in der altersmedizinischen Versorgung